Astro-AG and friends verfolgen die Rosetta-Mission im Planetarium

Zuerst war es nur die Astronomie-AG, die eines der wichtigsten Ereignisse der unbemannten Raumfahrt live bei einer Übertragung im Planetarium Münster miterleben wollte. Doch dann kamen noch viele weitere Interessierte hinzu, so dass mit etwa 25 Schülerinnen und Schülern das KANT sicher den größten Teil der Jugendlichen unter den 200 Besucher stellte.

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Gespannt verfolgten alle zunächst einen Vortrag des Planetariumsleiters Björn Voss zur Rosetta-Mission, bei dem auch die moderne Full-Dome-Projection-Technik des Planetariums ausgiebig genutzt wurde und so den Vortrag äußerst spannend machte.

Rosetta ist eine Raumsonde der ESA, die den Kometen Tschurjumow-Gerasimenko zum Ziel hat und diesen nach ihrem Start im März 2004 nach etwa 10jähriger Flugzeit erreichte. Die mit vielfältigen Sensoren ausgestattete Sonde wird den Kometen in wenigen Kilometern Höhe umrunden und sollte am heutigen Tag den Lander Philae absetzen. Nachdem um 17.03 Uhr MEZ die geglückte Landung von Philae verkündet worden war, warteten alle gespannt im Planetarium auf die ersten Bilder des Landers, die für 19.30 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz angekündigt waren.

 

Allerdings wurde diese Pressekonferenz auf einmal auf 20.00 Uhr verschoben und im Planetarium die Zeit mit einem Live-Experiment überbrückt, der Herstellung eines kleinen künstlichen Kometen aus Trockeneis, Silikat, Kohlenstoff und Ammoniak. Doch auch um 20.00 Uhr konnten in der Pressekonferenz konnten noch keine Bilder präsentiert werden. Die Erkenntnis: Nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch in der modernen Forschung funktioniert nicht jedes Experiment auf Anhieb. Trotzdem war die einhellige Meinung: Der Ausflug hat sich sehr gelohnt!!

 

Wie inzwischen bekannt ist, haben die Landemechanismen von Philae nicht einwandfrei funktioniert. Daher konnte sich der Lander nicht am Boden festkrallen, sondern prallte von diesem ab und hob zurück in den Weltraum ab. Nach zwei weiteren Aufsetzern steht er nun offenbar aufrecht und ist weitgehend funktionstüchtig. Mit Spannung können also die weiteren Erkundungen von Philae und Rosetta verfolgt werden.


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