Aufbrechen von Rollenklischees – Der Girls und Boys Day am KANT

Am 23. April nahmen zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 und 7 des KANT am Girls- und Boys Day 2015 teil. Bestens organisiert von Schulsozialpädagogin Simone Adler durften die 40 teilnehmenden Mädchen der 6. Klassen, die am Girls Day teilnehmen wollten, zwischen einem Besuch des Mercedes-Autohaus BERESA oder dem LANDWIRTSCHAFTSVERLAG wählen. Beide Unternehmen hatten freundlicherweise ihre Türen für die KANT-Schülerinnen geöffnet.

Die Gruppe, die sich für den Verlag und das Zeitungwesen entschieden hatte, machte einen Rundgang durch den Betrieb, bei dem den Mädchen die Ausbildungsberufe des Hiltruper Unternehmens vorgestellt wurden.

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Die Mädchen, die sich bei Beresa für Einblicke in die Welt der edlen Autos entschieden hatten, nahmen an einer Führung durch die Ausstellungshallen, den Außenbereich, das Lager und die Werkstatt teil. Natürlich durften sie auch einen Blick unter die Motorhauben der Autos werfen. Auch hier wurden die Mädchen über die Ausbildungsmöglichkeiten im Betrieb informiert. Vielen Dank an beide Unternehmen, dass sie für unsere Schülerinnen und Schüler diesen Tag ermöglicht haben!

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Die 54 teilnehmenden Jungen der 6. Klassen durften bereits einen Tag früher, am 22. April 2015, zum „Boys Day“. Im Jugendheim „Alte Dechanei“ konnten sich die Jungen unter Anleitung speziell geschulter Betreuer durch Spiele und Übungen gemeinsam mit Themen wie männlicher Identität, Lebensplanung, Rollenbildern und Sexualität auseinandersetzen.

In den 7.Klassen konnten die 47 Jungen und 45 Mädchen unter zahlreichen Angeboten wählen und sich mit „typischen“ Männer- oder Frauenberufen auseinandersetzen. Hier einige Stimmen von KANT-Schülerinnen und Schülern:

„Also für die nächsten Jahre empfehle ich den Girls und Boys Day echt weiter. Ich war mit meiner Freundin an der Wilhelms Universität Münster. Wir waren im Informatik- und Technikbereich. Dort waren wir von 9-14 Uhr. Bis 12 Uhr haben wir einen Bildschirm und Computer auseinander- und wieder zusammengebaut. Dann haben wir uns die Räumlichkeiten des Informatikbereichs angeguckt. Im Anschluss waren wir in der Mensa und haben am Ende noch zusammen eine Präsentation bearbeitet.“ (Melina Fißmer)

„Ich war zusammen mit meiner Freundin im Tischlereibetrieb Nüsing in Münster. Zuerst machten wir eine Führung durch den Betrieb, danach konnten wir dann selber viel ausprobieren. Wir benutzen z.B. verschiedene Werkzeug und lackierten selber einen Bilderrahmen, den wir auch behalten durften. Es hat uns so viel Spaß gemacht, dass unser Betreuer wegen uns noch eine Überstunde machen musste.“ (Sandra Michalski)

„Ich habe meinen Girlsday im Autohaus Knubel verbracht. In den acht Stunden durfte ich in den verschiedenen Abteilungen, wie Werkstatt, Spezialwerkstatt, Lackiererei, Lager und Counter zuschauen. Am interessantesten fand ich die Abteilung Counter, weil man die Leute in Empfang nehmen konnte und man Telefonate führen musste. Insgesamt fand ich den Tag sehr informativ und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. (Pia Krampe)

„Ich war bei meinem Vater, einem sekbstständigen Architekten (palfner und palfner). Gegen Mittag fuhr ich in sein Büro nach Angelmodde. Dort half ich ihm, indem ich Angebotspreise von Handwerkern in ein Computerprogramm eingetippt und überprüft habe. So gegen 15.00 Uhr nachmittags fuhren wir noch zu einer Baustelle in Coerde. Dort wurde ein sehr großes Haus renoviert. Ich habe dort mit einem Laser Abstände zwischen Türrahmen, Wänden usw. gemessen. Dann hatte mein Vater noch eine Besprechung mit den Bauherren, Statikern und Bauarbeitern. Der Arbeitstag endete zwischen 20.00 und 21.00 Uhr und wir fuhren nach Hause.“


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