„Erinnern kennt kein Ende“ – Der Holocaust-Gedenktag am KANT

Neun Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 des KANT nahmen am 27.01.17 am der stadtweiten Gedenkveranstaltung zum Holocaust-Gedenktag teil. Dafür hatten die Jugendlichen Präsentationen zum Hiltruper Kaplan und Holocaustopfer Bernhard Poether und zur jüdischen Familie Salomon vorbereitet, welche nach ihrer Deportation aus Hiltrup im KZ Riga-Strasdenhof verstarb.

Im ersten Teil der Veranstaltung legten die Schülerinnen und Schüler Blumen am Stolperstein an der Westfalenstraße nieder. Anschließend versuchten sie Passanten das Schicksal der Hiltruper Opfer des Holocaust nahezubringen. Da aufgrund des kalten Wetters nur wenige Passanten in Hiltrup unterwegs waren, entschied sich eine Gruppe spontan, das Marienheim zu besuchen, um mit den Bewohnerinnen und Bewohnern über ihre Rechercheergebnisse zu sprechen.

Die Menschen im Seniorenheim und die Mitarbeiterin Elisabeth Bogumil waren zunächst zwar überrascht, freuten sich jedoch sehr darüber, dass junge Menschen das Gedächtnis an die Opfer des Holocaust wachhalten, sodass der Tagesablauf der Einrichtung spontan umgestellt wurde und man gemeinsam ins Gespräch kam. So teilten die Bewohnerinnen und Bewohner auch Erinnerungen an jüdische Familien mit der Schülergruppe.

Nach einer halben Stunde fuhr die gesamte Gruppe gemeinsam zum zweiten Teil der Gedenkveranstaltung auf den Platz des Westfälischen Friedens, wo sie unter anderem von Oberbürgermeister Lewe nach den Erfahrungen des Morgens und ihren Erkenntnissen aus der Beschäftigung mit den Opfern des Holocaust gefragt wurden. Unsere Schülerinnen und Schüler mahnten gemeinsam mit ca. 200 Schülerinnen und Schülern anderer Schulen dazu, die Opfer des Holocaust nicht zu vergessen und Widerständler wie Bernhard Poether als Vorbilder zu sehen.

 

 


Kommentare sind geschlossen.