Das Kant trauert um Hans-Hermann Pelster – Ein Nachruf

Er wäre immer wieder Lehrer geworden

Das Immanuel Kant Gymnasium Hiltrup trauert um seinen ehemaligen Kollegen, Studiendirektor Hans-Hermann Pelster, der am 29. Januar 2016 im Alter von 71 Jahren nach langer und schwerer Krankheit verstorben ist.

Hermann Pelster wurde 1944 in Laggenbeck bei Ibbenbüren geboren, wo er am damaligen Amtsgymnasium sein Abitur ablegte und dann zum Studium der Fächer Physik und Mathematik nach Münster ging. Schon früh führte ihn sein Weg über das Referendariat nach Hiltrup, jedoch zunächst 1971 an das Kardinal-von–Galen-Gymnasium. Seine erste Lehrerstelle trat er am Freiherr-von-Stein-Gymnasium in Hamm an, aber schon zum Schuljahr 1979/80 konnte ihn das noch junge Immanuel-Kant-Gymnasium in Hiltrup als neuen Kollegen für Mathematik und Physik gewinnen. In den 29 Jahren seines Wirkens am KANT hat er in vielfältiger Weise das Gesicht und den Ruf der Schule geprägt, die ihn im Januar 2008 in allen Ehren verabschiedete.

Hermann Pelster engagierte sich in vielfältiger Weise für seine Schule und seine Schüler, denen er sich stets mit großer Ruhe und Geduld widmete, um ihnen die Inhalte seiner Fächer mit Begeisterung zu vermitteln. Häufig war er als Klassenlehrer oder Beratungslehrer in der Oberstufe eingesetzt und begleitete seine Schüler auf Klassenfahrten, Studienfahrten und Exkursionen. Unvergessen ist seine Rede zum Abitur 2005, bei der sich Hermann Pelster mit Perücke in Albert Einstein verwandelte, um zu ‚seinen‘ Abiturienten zu sprechen, sie nannten ihn liebevoll und mit Hochachtung „Papa Pelster“. Sein schauspielerisches Talent bewies er auch durch seine Mitwirkung in zahlreichen Musicals der Schule.

Aber auch er selbst blieb Lernender und legte 1995 seine zusätzliche Lehrbefähigung für das Fach Informatik ab, was er fortan am KANT mit aufbaute und unterrichtete. Lange hegte und pflegte er die Sammlung des Faches Physik, bekleidete die Ämter des Strahlenschutz- und Sicherheitsbeauftragten der Schule und führte die Astronomie als Arbeitsgemeinschaft ein. Seine Kollegen schätzten ihn für seine freundliche, ruhige und ausgleichende Art, seine Hilfsbereitschaft und seinen verschmitzten Humor, aber auch für feste Überzeugungen, die er stets mit großer Sachlichkeit und Kompetenz vertrat.

Hermann Pelster hinterlässt seine Frau und drei erwachsene Kinder sowie vier Enkelkinder, die der Sonnenschein in seinem, durch seine Krankheit beeinträchtigten Ruhestand waren. Gefragt, ob er in seinem Leben rückblickend etwas anderes hätte werden wollen, antwortete er: „Nein, ich wäre immer wieder Lehrer geworden!“, auch nach 37 Jahren im Schuldienst! Die Schulgemeinde des KANT wird das Andenken an Hans-Hermann Pelster in Ehren halten.


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