Global denken, lokal handeln – UN-Klimakonferenz am KANT

Nicht nur auf der UN-Klimakonferenz ab dem kommenden Montag in Paris, sondern auch im Unterricht am Kant wird intensiv und kontrovers über die Folgen und mögliche Maßnahmen für den Klimaschutz und insbesondere über die Begrenzung der Erderwärmung debattiert. So hielten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b im Rahmen des Politikunterrichts, in der die Referendarin Viktoria Karsch in Zusammenarbeit mit dem Politiklehrer Christopher Döhr unterrichtet, eine eigene UN-Klimakonferenz ab und vertraten dabei die Interessen unterschiedlicher Länder bzw. Kontinente, um genau diese ganz aktuellen Themen zu diskutieren und mögliche Lösungen zu finden. Die Ereignisse und Ergebnisse der Konferenz hielt die Schülerin Paula Mertens aus der 7b anschließend in einem Bericht fest:

„Aufgrund des zurzeit sehr heftigen Klimawandels trafen sich am 18. November 2015 die Vertreter der Länder bzw. Kontinente USA, China, Afrika und der EU, um die Folgen zu diskutieren und mögliche Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. In diesem Zusammenhang sollte darüber abgestimmt werden, ob es ein neues Abkommen geben soll, in welchem konkrete Ziele gegen das Voranschreiten des Klimawandels festgehalten werden sollen. Am Immanuel-Kant-Gymnasium wurde die Klimakonferenz gegen 8:30 eröffnet. Im Raum waren nun die Vertreter der Länder bzw. Kontinente, die Konferenzleitung und andere hochrangige Politiker der jeweiligen Länder und Kontinente, welche sich Notizen zum Verlauf und dem Ergebnis der Konferenz machten. Zuerst schien es so, als wolle niemand etwas sagen, doch nach kurzer Zeit ging es los. Jedes Land bzw. jeder Kontinent hatte seine eigene Sicht zu einem neuen Abkommen und vertrat seine eigenen Interessen. Die größten CO2-Produzenten, USA und China, wollten keine Zahlen nennen, um wie viel Prozent sie ihren Treibhausgasausstoß reduzieren wollten. Afrikas Ziel war es, finanzielle Unterstützung zu erhalten, um selbst Technologien für den Klimaschutz entwickeln zu können und verlangte darüber hinaus von den Industriestaaten, den Ausstoß von CO2 um 85% zu reduzieren. Die EU machte dagegen den Vorschlag, ihren Ausstoß um lediglich 30% zu verringern. Die USA und China gaben zu Beginn der Konferenz an, keine konkreten Zahlen nennen zu wollen. Zunächst gestalteten sich die Verhandlungen sehr zäh, da kein Vertreter von seinen Vorschlägen abweichen wollte. Doch glücklicherweise schaffte es die Konferenzleitung, die Konferenzteilnehmer von der Dringlichkeit zu überzeugen und dazu zu bewegen, aufeinander zuzugehen. Schließlich einigten sich die Teilnehmer auf einen Kompromiss, der vorsah, den Ausstoß von CO2 bis 2050 um 40% zu reduzieren. Diese Zahl sollte sich jedoch nur auf die Industrienationen beziehen, da der Anteil der Entwicklungsländer am CO2 –Ausstoß nur sehr gering ist, sie selbst eher Opfer als Verursacher der Folgen des Klimawandels sind und sie darüber hinaus noch zu sehr mit der Bekämpfung ihrer inländischen Armut konfrontiert sind. Über die erneuerbaren Energien wurde nicht gesprochen, doch das wird bestimmt dieses Jahr in Paris noch mal Thema sein, wo diese Länder auch teilnehmen werden.“

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Die Klimaexperten der 7b: Luisa Heinz, Paula Mertens, Philippa Lingg, Mathilda Bornemann, Damian Rutke, Kevin Kurnikov (v.l)


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