Italienisch

 

Italienisch am Kant – Warum noch eine Fremdsprache (in der Oberstufe)?

Italien und Deutschland verbindet viel mehr als es den Anschein hat:

Die deutsch-italienischen Beziehungen sind eng. Gemeinsamkeiten in der historischen Entwicklung, die heutige Position beider Länder in der Mitte Europas und ihre Mitgliedschaft in der Europäischen Union, der umfangreiche Handelsaustausch (Deutschland ist für Italien Handelspartner Nr.1) sowie die Vielschichtigkeit der Kontakte (u. a. Kultur, Tourismus, Sport, gesellschaftliche Gruppen, Gewerkschaften) stellen eine exzellente Basis für diese Beziehungen dar, die von einer sehr engen Verflechtung von Politikern, Zivilgesellschaft und Wirtschaft geprägt sind.

„Vertrauen zwischen beiden Ländern herzustellen ist eine „Daueraufgabe“, die es in jeder Generation neu anzugehen gilt – und zwar mit Blick auf Europa, denn es gibt keine nur deutschen oder nur italienischen Angelegenheiten mehr“: so formulierte es vor einigen Jahren schon der damalige deutsche Botschafter in Rom Michael Gerdts.

In diesem Sinne möchten wir mit dem Italienischunterricht an unserer Schule ab der Jahrgangsstufe 10 (neu einsetzende Fremdsprache in der Einführungsphase) Schülern die Möglichkeit geben, einen tieferen Einblick in die deutsch-italienische Realität zu gewinnen und sie zu gelungener Kommunikation in der italienischen Sprache in verschiedensten denkbaren Begegnungssituationen im Sinne einer interkulturellen Handlungsfähigkeit befähigen. Gerade durch den späten Einstieg in die neue Sprache und die größere Reife der Schüler zu Beginn der 10 kann dies besonders gut gelingen.

In der Stufe 10 werden in oft dialogischen und auf Mündlichkeit fokussierten Unterrichtssituationen die sprachlichen Grundlagen zur Bewältigung von Alltagssituationen gelegt, auf denen aufbauend dann in den beiden Jahren der Qualifikationsphase die  Themen Jugend, Familie, Italien der Regionen und multiethnisches Italien in zunehmend komplexeren sprachlichen Strukturen erarbeitet werden.

Als Grundlage der Arbeit dient zunächst das Lehrbuch „In Piazza“, im Laufe der Zeit werden zur Gestaltung des Unterrichts dann authentische Materialien (Zeitungsartikel, Auszüge aus Kurzgeschichten, Ausschnitte aus Filmen, Lieder etc.) verwendet, wie sie letztlich auch den Abiturprüfungen zugrunde liegen (Italienisch kann als 3. oder 4. Abiturfach gewählt werden).

 

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