MoFi am KANT: Wir waren live dabei!

Montag, 28.09.2015, 4.30 Uhr: Die Straßen sind ruhig und leer, ganz Hiltrup schläft … ganz Hiltrup? Nein, denn auf dem Dach des KANT hat sich eine Gruppe von Schülern, Eltern und Lehrern versammelt und blickt gespannt auf den „Star“ des frühen Morgenhimmels, den Blutmond.

Während beim Venustransit 2012 und bei der Sonnenfinsternis im Frühjahr das Wetter den eifrigen Beobachtern einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, wurden sie an diesem Morgen für ihr frühes Aufstehen mit einem kristallklaren, sternbedeckten Himmel und einem Blick auf eine gestochen scharfe Mondfinsternis belohnt. Nachdem die etwa 35 Besucherinnen und Besucher einen Blick durchs Teleskop oder Fernglas auf den Hauptakteur geworfen hatten, gab es eine Himmelsführung zu Orion, Stier, Zwilling und Co, den Sternbildern des Winterhimmels. Denn wer früh morgens in den Himmel schaut, erblickt eine Vorschau dessen, was sich dort in wenigen Monaten am Abend abspielen wird.

Um 5.19 Uhr wurde eine Seite des kupferroten Mondes wieder heller, der Kernschatten der Erde wich langsam zur Seite. Nun gab es für alle Wissbegierigen im Warmen einen kurzen Vortrag, in dem unter anderem die Frage geklärt wurde, warum der Mond bei einer Mondfinsternis eigentlich rot ist und ob eine Mondfinsternis öfter auftritt als eine Sonnenfinsternis.

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Anschließend hatten sich alle ein Frühstück verdient, das die Astro-AG bereits in Raum 308 vorbereitet hatte – mit Blick auf den immer heller werdenden Mond. Mit einem leckeren Brötchen und dampfendem Tee oder Kaffee startet es sich doch gleich besser in den Tag! Bis zum Schulbeginn war natürlich noch etwas Zeit – für die letzten Hausaufgaben, ein Kartenspiel, Unterhaltungen oder einem kurzen Schläfchen in einer abgelegenen Ecke des noch ruhigen Schulgebäudes. Den einen oder die andere sah man im Verlauf des Vormittags zwischendurch herzhaft gähnen, aber alle, die die Mondfinsternis auf dem Dach live miterlebt haben, sind einstimmig der Meinung, dass sich das frühe Aufstehen auf jeden Fall gelohnt hat.

Und – bei der nächsten Mondfinsternis am Morgen des 21. Januar 2019 kann man sogar etwa eine Stunde länger im Bett bleiben …

 


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