Nicht meckern, sondern machen! KANT-Schüler entwickeln Projektschulen zur Verbesserung des Schulsystems

Schule muss nicht immer nur Frontalunterricht sein. Dies stellte der Zusatzkurs Sowi der Q2 von Herrn Döhr eindrucksvoll unter Beweis. Der Kurs hatte sich zuvor gefragt, wie man das deutsche Schulsystem verbessern könnte und wie das System in anderen Nationen aussieht. Meckern kann schließlich jeder, aber auch selber konstruktive Vorschläge zu erarbeiten bedarf einiger Kreativität, wie der Kurs merkte.
So suchte sich jede Gruppe ein Land dieser Welt aus, um das dortige Schulsystem mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Aus diesem Vorbild sollten dann die Vorteile mit denen des deutschen Schulsystems, sowie eigenen Innovationen verknüpft werden. Die Präsentationen erfolgten unter den aufmerksamen Augen und Ohren einer dreiköpfigen Investorenjury, welche aus Laura Suntrup, Julian Greinert und Niklas Kneppe bestand.
Um das Ganze anschaulicher zu gestalten, gab es auch ein ausgelobtes „Preisgeld“. 30 Millionen „Euro“ waren die „Investoren“ bereit in die drei vielversprechendsten Projekte zu investieren. „Wir sind von der Qualität aller Projekte begeistert, aber drei Vorschläge haben uns besonders beeindruckt“, sagte Niklas Kneppe. Letztendlich setzten sich die Projekte der Gruppen Japan, Schweden und Finnland durch. Die Gruppe Japan um Lennart Fischer, Johannes Forstner, Hamza Saeed und Leon Maxellon setzte sich durch, da sie den Fokus besonders auf ein Creditsystem legten. Diese Credits ermöglichen es Schülern auch Punkte für die Bewertung zu sammeln in außerschulischen Aktiväten, wie zum Beispiel in Sportvereinen oder kulturellen Vereinigungen anstatt nur im Unterricht.
Schweden um Sarah Steinkühler, Sahar Asmatullah und Jessica Zumdick bestach durch eine Schule, welche aktiv die Inklusion von Behinderten fördert. Außerdem setzten sie das Augenmerk auf die Vermittlung von moralischen Werten und die Förderung der Selbständigkeit.
Die finnische Gruppe um Justus Kühlkamp, Jan Günther und Simon Kerkhoff beeindruckte die Jury mit Planungen, wie der deutlich größeren Einbindung von modernen Technologien, sowie einer verstärkten sportlichen Förderung. Noch dazu setzten sie auf eine starke Kooperation mit Verbänden aus der Politik und Wirtschaft, um eine lebens- und berufsvorbereitende Schule zu etablieren.
Jeder der drei Vorschläge erschien der Jury auch tatsächlich umsetzbar und realitätsnah. Somit erhielten die Gewinnerteams je 10 Millionen „Euro“ zur Finanzierung von Projektschulen. Die Schüler des Kurses konnten so aktiv miterleben, was es heißt, ein Schulsystem zu gestalten.
(Text: Simon Kerkhoff, Jahrgangsstufe Q2)


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