Vom Überleben im Wald bis zum bedrohten Naturwunder – Fünftklässler des KANT präsentieren ihre Expertenarbeiten an der WWU

Zu den zahlreichen Besuchern des Promenadenflohmarktes gesellten sich vergangenen Samstag auch interessierte Besucher der Skulturprojekte. Nicht weniger rege ging es im Foyer des Schlosses zu. Rund 120 Kinder präsentierten anlässlich der 15. Expertentagung „Forder-Förder Projekt“ der Westfälischen Wilhelms-Universität erstmals ihre Arbeiten vor einem breiten Publikum. Darunter auch eine Gruppe Fünftklässler des KANT, die mit ihrer Lehrerin Barbara Hack und drei Mentoren vom Internationalen Centrum für Begabungsforschung an diesem Projekt teilgenommen hatten.

Hoher Besuch erwartete die Kinder bei der Eröffnungsveranstaltung. Der Ministerialrat Engelbert Sanders des Ministeriums für Schule und Weiterbildung in Düsseldorf begrüßte die zahlreich erschienenen Familien, Schulvertreter und Universitätsangehörigen. Schulen bräuchten „Anker für Begeisterung“ wie das Forder-Förder Projekt, da die Kinder so neugierig bleiben und Gelegenheit bekommen, ihre Begabungen zu entwickeln.

Seit Februar hatten die Schüler ihren normalen Unterricht für zwei Wochenstunden verlassen, um über ihr Thema zu forschen, Literaturrecherche bei einem Besuch in der Stadtbücherei zu üben und erste Formen wissenschaftlichen Arbeitens kennen zu lernen. So konnten alle am Samstag eine erste gebundene Expertenarbeit entgegennehmen. Für die Expertentagung im Schloss hatte jeder eine PowerPoint-Präsentation vorbereitet, um die eigene Arbeit publikumswirksam zu vorzustellen.

Nach der anfänglichen Aufregung trugen die jungen Forscher ihre breit gefächerten Themen sicher vor. Foster Bornemann präsentierte seinen selbst gebauten Wasserfilter, der das Überleben in der Wildnis erleichtern soll. Elisa Süsselbeck stellte souverän die Möglichkeiten der Arbeit mit Therapiehunden vor. Hierfür hatte sie sogar eine Patientin interviewt, die über ihre Therapieerfolge mit dem Hund Mira berichtete.

Greta Lütke Wöstmann wusste bei ihrer Präsentation über Lila Kühe und ihre lebenden Verwandten zu berichten, dass sich die Milchproduktion in den letzten Jahren vervielfacht hat, so dass eine Kuh heute durchschnittlich 30l Milch pro Tag geben kann. Laura Litmanowski zeigte ihr Wissen über Dobermänner und Leah Mackenbruck stellte vor, wie man Shetlandponys kleine Kunststücke beibringen kann. So reicht es für die „Verbeugung“ immer wieder Leckerlis zwischen die Vorderbeine der kleinen Tiere zu legen.

Julia Stabel präsentierte sachkundig über Giganten der Urzeit und erläuterte, wie Wissenschaftler heute anhand von Knochenfunden Hinweise auf Dinosaurier finden können. So kann ein kleineres Skelett in einem größeren Dinosaurierskelett einen sicheren Hinweis auf ein fleischfressendes Tier geben.

Anne-Sterenn Enke zeigte anschaulich die farbenfrohe Artenvielfalt des Great Barrier Reefs und veranschaulichte sachkundig die Bedrohung dieses Naturwunders. Dabei erinnerte sie daran, dass jeder einzelne im Alltag dazu beitragen kann, die Zerstörung dieses einzigartigen Korallenriffs zu stoppen. So gelte es häufiger mal das Auto stehen zu lassen.

Nach den jungen Forschern, stellte der Geowissenschaftler Prof. Harald Strauß in der Abschlussveranstaltung seine Arbeit auf dem Forschungsschiff Sonne vor und beeindruckte das Publikum mit Filmaufnahmen über das blühende Leben auf dem Meeresboden rund um die heißen Quellen.

Nach diesem vielfältigen und aufregenden Programm konnten die Schüler am frühen Nachmittag ins Wochenende gehen.

(Text: Barbara Hack)

 


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