Hochprozentiges für Hiltrup? – Vorstellung der Phase 2 von Business@school

Bei der zweiten Vorstellung des Projektkurses Business@school (angeboten in der Q1) am Freitag, 2. Februar 2018, wurden kleinere Unternehmen aus Hiltrup und Amelsbüren vorgestellt. Hierbei gingen die Schülergruppen einzeln auf die aktuelle Situation ein, aber gaben auch Optimierungstipps für die Zukunft.

Den Start machte das Unternehmen Schuhservice Hullmann, welches von Raphael Toben, Lukas Schmidt, Anais Barzegar und Finnian Voß vorgestellt wurde. Die Gruppe stellte einen Monopolstatus des Unternehmens in Hiltrup fest, dazu kam bei der Wettbewerberanalyse ans Licht, dass der Schuhservice im Vergleich zu Münsteraner Mittbewerbern die günstigsten Preise für seine zahlreichen Leistungen wie etwa Gravuren oder Batterienwechsel verlangt. Dennoch prognostizierte die Gruppe eine eher schlechte Aussicht: Denn die meisten heute verkauften Schuhe lohnen es nicht, repariert zu werden. Des Weiteren war der Schuhservice bei einer Kundenbefragung trotz der vorteilhaften Lage an der Marktallee nicht vielen bekannt. Bei der Ende des Schuljahres geplanten Projektwoche am Kant soll aber mit Unterstützung von Frau Stadtler an diesem Punkt angesetzt und der Service nähergebracht werden.

Nach dem Schuhservice folgte eine Präsentation über das Amelsbürener Unternehmen Rosen Pohlmeyer. Die von Laisa Helmers, Sarah Süsselbeck, Pia Kreke, Julia Schlese und Jasmin Daghfous gehaltene Präsentation überzeugte bereits durch ihre besonders ausführliche Vorbereitung. So konnte die Gruppe die aktuelle Situation ebenso wie die Idee eines neuen Gewächshauses direkt mit Bildern aus dem Unternehmen unterstreichen. Dazu kam eine sehr ausführliche Kundenanalyse, die genau zeigte, wann und wer sich heutzutage Rosen kauft. Bei den Beratertipps, etwa einen Stand auf dem Wochenmarkt oder den aufgrund der aktuell enormen Nachfrage nötigen Anbau eines Gewächshauses rechneten die Mädchen direkt auf ihrer Präsentation vor, warum sich eine Investitionen selbst bei aktuell nicht absehbaren Gewinneinbrüchen bezahlt machen würde.

Die Siegergruppe der ersten Phase, bestehend aus Sebastian Strauß, Simon Grund, Moritz Kumbrink, Maxim Ustinov, Lusia Ehrenberg und Till Stöcker, behandelten in der zweiten Phase das Unternehmen Schreib und Spiel in Hiltrup Ost. Hier bestach die Gruppe mit einer klaren Darstellung der zur Verfügung stehenden Ladenfläche und als einzige Gruppe hatte diese auch die aktuellen genauen Geschäftsberichte, sodass sich daraus die Beratertipps ziemlich gut belegen ließen. Ebenso schaffte die Gruppe durch eine ausgeglichene Kundenanalyse auch, die speziellen Wünsche der Kunden zu erfassen. Bei den Beratertipps gelang es in der überzeugenden Vortragsweise, sogar ein kleines Rollenspiel zur Vertiefung ihrer Ideen einzubauen. Nachdem bereits die im Laden verkauften regionalen Produkte wie Eier besonders gut laufen, schlugen die Gruppenmitglieder eine klare Ausrichtung Richtung Tante Emma Laden vor. Hierbei sorgte Moritz beim Erläutern der Idee mit der Forderung nach hochprozentigem Alkohol für Hiltrup für Lacher in Jury und Publikum.

Den Abend beschloss eine Präsentation über den Computerservice Wellering von Max Lütkemeyer, Henning Huckenbeck, Mika Hollenhorst, Peter Große-Gehling und Simon Böder. Nach einer ausführlichen Darstellung der geführten Umfragen hatte diese Gruppe eine in dieser Vorstellungsphase einmalige Idee, die sich später bei den Beratertipps für mehr Werbung sehr positiv darstellte: Sie erstellten einen Durchschnittskunden. So konnte die Gruppe bei der Werbung genau darauf eingehen, was sich die Zielgruppe wirklich wünscht und wie man diese durch geschickte Maßnahmen preisgünstig erreichen kann. So schlug die Gruppe beispielsweise Werbung auf sozialen Netzwerken oder Plakatwerbung vor. Die ausführlichen Ergebnisse einer aufwendig gestalteten Power-Point-Präsentation wurden kurz vor den Optimierungsvorschlägen noch einmal gesammelt vor Augen geführt, sodass sich die folgenden Vorschläge deutlich besser einordnen ließen.

Insgesamt schaffte es die hochkarätige Jury, welche Dennis Dropmann (BASF), Dr. Florian Schwager (Evonik), Sören Spiegelberg (B&S Alumni) und Ute Volkmar (Autohaus Volkmar) bildeten, erst nach sehr langer Beratungszeit, endlich einen Sieger der zweiten Phase zu küren. Am Ende wurde die Vorstellungsgruppe von Rosen Pohlmeyer mit dem ersten Platz gekrönt, auch wenn die Entscheidung erwartungsgemäß sehr schwer fiel.

Nun befinden sich die Gruppen in der dritten Präsentationsphase, in der eine eigene Geschäftidee entwickelt und beworben werden muss. Erstmalig hat man nach dem Schulfinale am 20. April auch die Möglichkeit, weitere Runden zu bestehen und sich bis auf die europäische Ebene vorzuarbeiten.

Text&Foto: Tom Reichelt (Jahrgangsstufe 11/Q1)

 

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