KANT steht gegen Rassismus und Intoleranz

Am 24. Januar fand das erste Konzert am KANT-Gymnasium in diesem Schuljahr statt, bei dem alle Gruppen ihr Können unter Beweis stellten. Es stand ganz unter dem Motto „It don´t matter if you´re black or white“, zitiert aus dem berühmten Song von Michael Jackson. Musiklehrer B. Abbing, der auch durch den Abend führte, rief dem zahlreichen Publikum schon vor dem ersten Stück noch einmal ins Gedächtnis, wie notwendig ein solches Konzert aufgrund der Situation in 2018 (Proteste in Chemnitz, „Vogelschiss“-Aussage des Oppositionsführers Alexander Gauland im deutschen Parlament etc.) doch sei.

Den Start des musikalischen Abends übernahm der Unterstufenchor unter der Leitung von Hartwin Karnagel. Während zu Beginn Stücke aus Südafrika und Südamerika präsentiert wurden, stellte den Höhepunkt dieser Aufführung sicherlich das selbst geschriebene und komponierte Stück „A thousand different colours“ dar, bei welchem eine Ideensammlung zum Themengebiet Toleranz in einen Song verwandelt wurde, wie Karnagel betonte.

Vor der Pause trat dann noch der Ober- und Mittelstufenchor der Schule auf, denen an diesem Abend keine Aufgabe zu groß erschien. So wagte man sich an ganz große Hymnen auf ein tolerantes Miteinander wie etwa John Lennons Ballade „Imagine“. Besonders wurde die Atmosphäre vor allem während der beiden Duette: So präsentierten Luise Frie und Belana Bosse zuerst „Ebony and Ivory“ von Paul McCartney, bevor Melissa Ahmadi und Ramya Katheeswaranathan mit dem ursprünglich von Amy Winehouse gesungenen „Back to Black“ das gesamte Publikum in ihren Bann zogen.

Nach einer kurzen Pause wurde gezeigt, dass man am KANT auch ohne die Stimme tolle Musik machen kann. So führte die Juniorband unter der Leitung von Ludger Koch drei Stücke ohne Gesang auf – dennoch war jedem die Botschaft bei den großen Liedern wie „Another day in paradise“ von Genesis vollkommen klar. Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, so erwähnten alle auftretenden Gruppen in eigenen Statements noch einmal ganz deutlich, was man am KANT von Intoleranz gegen Ausländer, Minderheiten, Andersorientierte jeglicher Art sowie allen anderen Kategorien hält: Gar nichts! Denn das KANT ist bunt und das zeigte es hier auch noch einmal.

Auch die KANT-Connection mit Dirigent B. Abbing konnte mit vergleichsweise eher unbekannten Stücken und einem guten Wechsel zwischen ruhigen Balladen und fetzigen Stücken sehr gut unterhalten. Zu dem eingespielten Sänger-Duo, bestehend aus Lisa Henke und Jonah Goebbel, gesellte sich nun noch Luna Tuli, sodass die Musiker auch stimmkräftige Unterstützung erhielten.

Zum Abschluss des Konzerts zeigten alle auftretenden Gruppen gemeinsam ihre Interpretation des Stückes „Black or White“ von Michael Jackson, womit es auf der Bühne dadurch eben so voll wurde wie im Publikum. Denn diesen Abend genossen über 200 Personen im sehr vollen Forum. Auf die vehemente Forderung einer Zugabe ging Abbing allerdings nur so weit ein, als dass er ein weiteres Konzert aller Gruppen für den Sommer in Aussicht stellte. Wir freuen uns darauf!

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