Von Pia Reimann (Jahrgangsstufe Q1)
Am Freitag, den 26.06.2026, fand im Forum unserer Schule wieder der Rotary Berufsdienste-Award statt, bei dem fünf ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 (Q1) ihre zuvor erstellten Facharbeiten präsentierten. Publikum dieser Präsentationen waren zum einen die Schülerinnen und Schüler der EF und zum anderen eine Jury, welche die Ergebnisse am Ende mit Preisen würdigte.
Die Jury selbst bestand aus Frau Wessel, vom Oberstufenteam, unserer Schulleiterin, Frau Pesch, und natürlich auch aus Rotariern. So nennt man die Mitglieder von Rotary International, einem weltweiten Netzwerk berufstätiger Frauen und Männer, die sich anhand verschiedener Projekte ehrenamtlich für Ziele wie Friedensförderung, Krankheitsbekämpfung, Bildung und Umweltschutz einsetzen. Eines dieser Projekte ist der Rotary Berufsdienste-Award, der einigen Schülerinnen und Schülern durch die Präsentationen und ein anschließendes Assessment Center-Coaching, das es zu gewinnen gibt, die Möglichkeit bietet, ihre Präsentations- und Artikulationsfähigkeiten zu verbessern.
Dieses Jahr war unter anderem Professor Dr. Thorsten Quandt Teil der Jury. Er ist Professor an der Universität Münster und dort zudem Dekan für Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften. Neben ihm waren ebenfalls Thomas Brandis, Geschäftsführer der Brandis Beteiligung GmbH, sowie Professor Klaus Neidhart, ehemaliger Präsident der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster, Teil der Jury.
Alle fünf Schülerinnen und Schüler konnten mit ihren Beiträgen sowohl die Jury als auch das Publikum beeindrucken.
Den Anfang machte Liv Salfeld, die auf Englisch unter der Leitfrage „The Influence of TikTok on the Self-Image of Teenage Girls and Young Adult Women“ einen Vortrag über den Einfluss von TikTok auf Jugendliche und darüber hielt, wie man sich vor den Folgen eines zu hohen und unachtsamen TikTok-Konsums schützen kann. Die Emotionalität, mit der sie dies präsentierte, berührte das Publikum sehr und wurde auch von der Jury am Ende besonders gelobt.
Ebenfalls auf Englisch hielt Stella Vera Valdivia ihre Präsentation im Fach Geschichte bilingual. Auch ihr Vortrag „Forgotten or Reappraised? Remembrance of the Nanjing Massacre in Japan and the Holocaust in Germany“ über die japanische und deutsche Erinnerungskultur begeisterte alle Anwesenden. Besonders die Gestaltung der Präsentation mit konkreten Quellen und Bildbelegen kam bei der Jury sehr gut an.
Neben zwei eher ernsten Themen präsentierte Vira Ivaniuk den Tango und seine Geschichte oder, wie sie es auf Spanisch formulierte: „El tango – de sus orígenes hasta la actualidad“ (Der Tango von seinen Ursprüngen bis zur Gegenwart). Dabei wurde deutlich, dass Tango nicht nur eine Tanzart ist, sondern für viele auch ein Lebensgefühl darstellt und unabhängig von körperlichen Einschränkungen praktiziert werden kann. Interviews mit Tänzern von Tango Passion, einem Tanzverein in Münster, beendeten ihren Vortrag.
Anton Kochubey befasste sich im Fach Chemie mit dem „Korrosionsverhalten verschiedener Stahlproben in (Salz-)Wasser sowie mit Maßnahmen gegen Korrosion und den Schäden, die diese deutschlandweit verursacht“. Selbst für diejenigen, die mit Chemie normalerweise wenig anfangen können, gestaltete er seinen Vortrag sehr verständlich und erhielt dafür entsprechendes Lob von der Jury.
Oliver Vohl überraschte das Publikum mit seiner Präsentation „Von Le Sacre du Printemps zur Filmmusik: Strawinskys Erbe in der modernen Klangsprache“, in der er zum einen über den Einfluss Strawinskys auf die moderne Filmmusik sprach, zum anderen Teile der Stücke sowie kurze erläuternde Melodien auf dem Klavier und der Klarinette vorspielte.
Nach intensiver Beratung entschied sich die Jury für Oliver Vohl als Sieger des Berufsdienste-Awards, der sowohl 100 Euro als auch das Assessment Center-Coaching gewann. Die übrigen Teilnehmenden wurden mit dem zweiten Platz ausgezeichnet und erhielten jeweils einen Büchergutschein im Wert von 50 Euro. Die Jury gab allen ein individuelles Feedback, wobei deutlich wurde, dass sämtliche Vorträge sehr gut ankamen und jede Schülerin beziehungsweise jeder Schüler den ersten Platz mehr als verdient gehabt hätte.






